Beschäftigung
in allen Wirtschaftszweigen
Behördliche
Organisation des "Arbeitseinsatzes“
Eine wesentliche
Rolle bei der Deportation und Zuteilung der ausländischen Arbeitskräfte
spielten das Reichsarbeitsministerium sowie die Arbeitsämter.
Zwangsarbeiter
und Zwangsarbeiterinnen waren beim Arbeitsamt zu beantragen. Voraussetzung
war der Nachweis einer vorhandenen Unterkunft. Die Zuteilung erfolgte
dann entsprechend der Dringlichkeit.
Nachdem es immer
wieder zu Kompetenzstreitigkeiten zwischen den beteiligten Behörden
gekommen war, ernannte Hitler im März 1942 Fritz Sauckel zum
"Generalbevollmächtigten für den Arbeitseinsatz“
(GBA). Sauckel und seine Behörde standen damit an der Spitze
der Arbeitsverwaltung im "Dritten Reich“.
Einsatz
in verschiedenen Bereichen
Zwangsarbeiter
und Zwangsarbeiterinnen gehörten während des Zweiten Weltkrieges
überall zum Alltag. Sie wurden in allen Bereichen eingesetzt.
Bevorzugt wurde allerdings die Rüstungsindustrie.
Ausländische
Zwangsarbeiter und -arbeiterinnen waren auch in allen Bereichen
des öffentlichen Lebens zu finden. Bei den Kommunen wurden
sie zur Trümmerbeseitigung, zur Bergung von Verschütteten
und zur Entschärfung von Blindgängern eingesetzt. Auch
zur Instandsetzung von Wohngebäuden und dem Bau von Luftschutzbunkern
wurden sie herangezogen.
Ein weiterer
wichtiger Bereich, in dem Zwangsarbeiter und -arbeiterinnen zum
Einstz kamen, war die Landwirtschaft. Selbst in Privathaushalten
wurden ausländische Zivilarbeiter und -arbeiterinnen eingesetzt.
Allerdings nur in "politisch zuverlässigen“ Familien.
Einsatz
der Zwangsarbeiter in staatlichen Bauvorhaben
Die Organisation
Todt (OT) wurde benannt nach dem Generalinspekteur für das
Straßenwesen Fritz Todt. Sie war während des Zweiten
Weltkrieges eine militärisch organisierte Bautruppe. Seit 1940
kam sie vor allem für Baumaßnahmen in den von Deutschland
besetzten Gebieten zum Einsatz.
Die OT stützte
sich zunächst auf angeworbene Hilfskräfte aus den westeuropäischen
Ländern, später auch auf ausländische Zivilarbeiter
und Kriegsgefangene. Ab Sommer 1943 erfolgte auch der Einsatz von
KZ-Häftlingen, Häftlingen aus Arbeitserziehungs- und Polizeilagern.
Der OT-Einsatz war besonders hart und unmenschlich.
Ähnlich
der OT fungierten auch die SS-Baubrigaden und Baubataillone. Diese
mobilen Kommandos setzten sich mehrheitlich aus KZ-Häftlingen
zusammen. Die Baubrigaden wurden vor allem zu Aufräumarbeiten
nach Bombenangriffen eingesetzt. Darüber hinaus existierten
Bombenentschärfungstrupps.
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